Mpemba Effekt fotografieren

Mpemba Effekt perfekt fotografieren

Da kommt Freude auf, bei Groß und Klein – denn das macht richtig Spaß

Diesen Winter 2021 hatten wir mal wieder richtig hohe Minusgrade, teilweise minus 18° Grad Celsius.  Da bekommt man schnell mal kalte Füße oder tiefgefrorene Finger… Aber ganz bestimmt nicht, wenn ihr euch beim nächsten Mal auch vornehmt den Mpemba Effekt zu erleben, zu sehen und vielleicht sogar zu fotografieren.

Um den Mpemba Effekt richtig zu fotografieren müsst ihr ein paar Dinge beachten

Wichtig ist, ihr müsst draußen wirklich Temperaturen von mindestens minus -12° Grad Celsius haben! Ansonsten kann das alles etwas brenzlig werden, denn wenn das kochend heiße Wasser zum Beispiel im Gesicht landet ist das nicht witzig! Man sagt zwar bei minus -10° Grad Celsius könnte man den Effekt auch schon erreichen aber ich denke mir, sicher ist sicher – gerade wenn man das Experiment zusammen mit seinen Kindern durchführt.

Bei uns waren es minus -16° Grad Celsius an diesem Morgen. Am Abend zuvor schaute ich noch wann am nächsten Morgen die Sonne aufgeht – da ich natürlich von uns allen perfekte Fotos machen wollte, welche ein bisschen anders aussehen als die üblichen Mpemba Effekt Bilder. Während ich die Kinder weckte, kochte der Wasserkocher bereits die ersten 1,5 Liter Wasser welche ich anschließend schon mal in die Thermoskannen füllte, um diese vorzuheizen damit uns das heiße Wasser einfach noch länger heiß bleibt. Ich befüllte uns alle möglichen Thermobecher und Thermokannen, die ich in unserer Küche auffinden konnte. Und so zogen wir los, 30 Minuten vor Sonnenaufgang mit 4 Liter frisch aufgekochtem Wasser.

Für die Kinder war es eine Überraschung, denn sie kannten dieses Phänomen vom schockgefrorenen Wasser noch nicht. Auf unserem Weg durch den Wald, auf eine freie Fläche recht hoch über der Stadt gelegen erklärte ich ihnen, wie wir das genau machen damit auch niemanden etwas passiert.

Es ist im Grunde nicht schwer heißes Wasser zu verschütten… Trotzdem, den rechten Arm etwas weg vom Körper halten und mit dem durchgestreckten Arm in einem Schwung bis hinter die rechte Schulter mit dem heißen Wasser. Dann klappt das ohne Probleme.

Die Kinder durften zum Testen erst einmal  einen kleinen Becher mit heißem Wasser verschleudern. Diesen kurzen Test nutzte ich gleich für mein Kamera Setting. Wir erfreuten uns schon an dem kleinen Becher heißen Wasser, welcher uns den Mpemba Effekt schon deutlich zeigte! Die Kinder waren total fasziniert – ich natürlich auch!

Kamera Setup für faszinierende Bilder

Ich sage euch jetzt welche Kamera Einstellungen ich an diesem Morgen hatte, damit ich meine Bilder die ich schon am Tag zuvor vor Augen hatte realisieren konnte.

Auf dem Stativ war die Fujifilm X-H1 mit dem Superweitwinkel XF 8-16mm montiert. Die ASA/ISO versuche ich immer so niedrig wie möglich zu halten, in diesem Fall waren es 200 ASA/ISO. Da ich wusste wo genau die Sonne aufgeht, habe ich mich oder besser gesagt uns alle so positioniert damit die Kamera in die Sonne schaut. Für die Aufnahmen habe ich mir auch einen Sonnenstern gewünscht, aus diesem Grund habe ich bis zur Blende 8 abgeblendet. Beim Fujinon XF 8-16mm klappt das schon ganz gut bei F/8. Als Verschlusszeit hatte ich 1/80 gewählt um das Wasser, das während des Fluges schockgefroren wird, noch ein bisschen in seiner Bewegung sichtbar machen zu können. Es sollte einfach noch ein kleiner „Wischeffekt“ zu sehen sein. Anschließend habe ich den Serienbild Modus der Kamera aktiviert um eine komplette Serie vom jeweiligen Wurf aufzunehmen. Den Autofokus sollte man nach dem fokussieren auf die Person am besten auf manuellen Fokus MF umstellen.

Warum den Autofokus abschalten fragst Du Dich? Weil einfach alles möglich ist… Stell Dir vor, Du fokussierst, der Fokus sitzt, dann schleudert Dein gegenüber das heiße Wasser in die Luft aber verändert seine Position und geht nur einen halben Schritt zurück (Bildlich gesehen nach links), und zack peng – Dein Fokus Feld sitz im strahlend blauen Himmel und hat nichts mehr zu greifen. Das Ende vom Lied ist, alle Aufnahmen des einzigartigen Wurfs sind unscharf und somit für die Tonne.

Noch einmal kurz zusammengefasst

• Temperaturen ab minus -12° Grad Celsius eignen sich perfekt
• windstill sollte es sein
• frisch aufgekochtes Wasser verwenden
• vorab nur einen kleinen Becher für das Kamera Setup verschleudern
• gegen die Sonne fotografieren (das lässt Dein Wasser schön leuchten)
• die für Dich perfekt Verschlusszeit wählen
• mit dem Autofokus fokussieren – danach in den manuellen Fokus MF wechseln
• Kamera auf Serienbild Modus stellen und den kompletten Wurf fotografieren

Spaß haben steht im Vordergrund! Wenn dann auch noch tolle Bilder dabei herauskommen – umso besser! 

Wir hatten auf jeden Fall sehr viel Spaß an diesem wunderschönen Morgen. Wir waren alle total fasziniert und happy – mit leuchtenden Augen und strahlenden Gesichtern sind wir hinterher wieder nach Hause und haben erst einmal gefrühstückt.

Der regionale Presse haben die Bilder auch sehr gut gefallen. Hierfür sage ich herzlichen Dank fürs Teilen.

 

Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg und noch viel mehr Spaß, wenn Du mit Deinem Mpemba Projekt startest.

Teile diesen Beitrag

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen