#WhatsInMyCameraBag

Hier habt ihr die Möglichkeit einen Blick in meinen Fotorucksack zu werfen

Ich lebe im schönen Bayern und bin leidenschaftlicher Landschaftsfotograf. Hierfür bin ich viel unterwegs und muss mich bei meinem Equipment auf das Wesentliche beschränken. Erfahrt in unserem Feature #WhatsInMyCameraBag, was das für mich bedeutet.

1 Fotorucksack
2 Raincover
3 Isomatte
4 Microfasertuch
5 Weißabgleich Karte
6 Laptop
7 Externe Festplatte
8 Powerbank
9 Ladekabel
10 Handschuhe
11 Kopfhörer
12 Kopfschmerztabletten
13 Heizpads
14 FUJIFILM GFX 50R & FUJINON GF 4/32-64 R LM WR
15 FUJINON GF 23mm f/4 R LM WR
16 Filtertasche
17 Filterhalter
18 Ersatzakkus für Kamera
19 Ersatzakkus für Stirnlampe
20 Stirnlampe
21 Adapterring für Filter
22 Bodenstativ
23 Panoramaplatte
24 Visitenkarten

 

 

Die Last des Fotografie-Equipments auf den Schultern – auf den passenden Rucksack kommt es an!

„Wie alle Fotografen habe auch ich gewisse Essentials, die bei keinem Shooting in meinem Rucksack fehlen dürfen – und da geht es auch schon los: beim Rucksack.
Es gibt zahlreiche Hersteller und Modelle, so dass die Auswahl schon mal etwas schwerer fallen kann. Als Landschaftsfotograf bin ich sehr viel in der Natur unterwegs – lange Wanderungen mit der gesamten Ausrüstung auf dem Rücken sind also nicht unüblich. Deshalb ist es für mich von immenser Wichtigkeit, dass mein Rucksack einen guten Tragekomfort bietet. In meinem Fall ist der F-Stop Rucksack Modell Ajna im Einsatz, da ich hier auch das Innenleben (ICU) austauschen und auf die jeweils entsprechenden Anforderungen des Trips anpassen kann. Bei meiner aktuellen Reise auf die Lofoten nach Norwegen habe ich das ICU Pro Large im Einsatz. Welches Equipment mich dabei begleitet hat, seht ihr auf dem Bild. Mit genau dieser Ausrüstung könnte man mich um die ganze Welt schicken – und ich wäre für jegliche Anforderungen ideal gewappnet.“

Von der X Serie zur GFX – die handliche Mittelformat-Kamera ist der ideale Reisebegleiter

„Ich muss gestehen, dass sich der Inhalt meiner Kameratasche im letzten Jahr grundlegend geändert hat. Bis vor kurzem war ich mit der FUJIFILM X Serie unterwegs und rundum glücklich. Mittlerweile habe ich den Schritt zum Mittelformat gewagt und bin von dem Ergebnis über alle Maße begeistert. Wer einmal den Schritt hin zur GFX Serie gewagt hat, möchte beinahe nur noch im Mittelformat fotografieren! In meinem Fall ist die brandneue GFX 50R im Einsatz. Die extrem kompakte Größe dieses Modells ist genau mein Ding: – „klein“, recht unscheinbar – aber voller Power! Dazu habe ich aktuell genau zwei Objektive im Rucksack: das FUJINON GF23mm und das FUJINON GF32-64mm. Zwei tolle Linsen, die eigentlich keine Wünsche offenlassen.

Der Look der Bilder gefällt mir einfach total gut – mit diesen Brennweiten fühle ich mich wohl: Einerseits die tolle Weitwinkel-Festbrennweite, die nicht zu weitwinkelig ist und andererseits ein Standard Zoomobjektiv, das in keiner Fototasche fehlen darf. Aktuell steht noch ein kleines Teleobjektiv auf meinem Wunschzettel – auch wenn dies für meine Art der Landschaftsfotografie nicht zwingend nötig ist. Das neue GF100-200mm Objektiv sieht aber sehr interessant aus und früher oder später werde ich es garantiert testen.“

Fotografieren zur goldenen Stunde – Graufilter machen es möglich

„Ein weiterer Punkt, der für mich extrem wichtig ist, ist mein Filtersystem! Ich nutze beim Fotografieren sogenannte Grau- und Grauverlaufsfilter verschiedener Dichten und Stärken. Diese Filter sind für einen Landschaftsfotografen meiner Meinung nach unabkömmlich, wenn man zu der schönsten Zeit des Tages, der goldenen Stunde nach Sonnenauf- bzw. kurz vor Sonnenuntergang, fotografiert. Mit Hilfe dieser Filter kann ich dann den Kontrast zwischen Himmel und Boden optimal ausgleichen – das ist echt goldwert!

Was ich damit meine? Stellt euch vor, ihr macht ein Foto ohne einen solchen Verlaufsfilter – entweder ist der Himmel bestens belichtet und der Boden erscheint dabei so gut wie Schwarz, oder der Boden ist gut belichtet und der Himmel ist Weiß und brennt aus. Genau dieses Problem lässt sich mit Filtern ideal lösen. Die unterschiedlich starken ND Filter (Graufilter) nutze ich um Wolken „ziehen“ zu lassen oder um Wasser in die Länge zu ziehen. Egal ob Verlaufsfilter oder Graufilter, bei fast jeder meiner Aufnahmen nutze ich mindestens einen dieser Filter, die sich im dafür vorgesehenen Filterhalter vor der Linse befestigen lassen.“

 

Licht – und zwar nicht nur jenes, das auf den Sensor treffen soll

„Des Öfteren bin ich auch nachts mit meiner Kamera unterwegs – beispielsweise aktuell auf den Lofoten um die Nordlichter zu fotografieren. Bei solchen Vorhaben darf natürlich eine gute Lampe nicht fehlen. Ich nutze bei der Arbeit in freier Natur gerne eine Stirnlampe damit ich die Hände frei habe und mein Licht immer dorthin leuchtet, wohin ich auch trete. Ausreichend Ersatzakkus für die Lampe sind natürlich auch dabei – sicher ist sicher!

Ihr seht schon, in meinem Rucksack brauche ich ordentlich Platz. Übrigens habe ich neben meinem normalen großen Stativ auch immer ein kleines, stabiles Bodenstativ dabei, um sehr nah am Boden arbeiten zu können. Meine Wahl ist das robuste „Little Elephant“ in der Carbon Ausführung, das gleichzeitig auch ein wenig Gewicht spart. Hiermit lassen sich Aufnahmen erstellen, die mit einem großen Stativ unmöglich wären. Und im Notfall dient es prima als Ersatzstativ, falls das Große ausfällt.“

Kartenset, Musik und allerlei Kleinkram

„Ein kleines Kartenset dient für den manuellen Weißabgleich vor Ort, oder um grelle Lichter etwas abzuwedeln. Es wiegt nichts, es nimmt keinen Platz weg, aber es ist sehr hilfreich, etwa wenn der automatische Weißabgleich oder der manuell gestellte Kelvinwert farblich nicht so recht passen wollen.

Ebenfalls essentiell für jede meiner Sessions sind meine Kopfhörer. Ich höre beim Arbeiten sehr gerne Musik, die zur entsprechenden Stimmung und Location passt. Da kann es schon mal in die Hard Rock-Richtung gehen. Hiermit schotte ich mich unheimlich gut ab, um völlig in meinen Fotowahn abtauchen zu können. Am Meer oder anderen unberechenbaren Stellen habe ich selbstverständlich keine Kopfhörer auf – da spielt die Natur die Musik und ich laufe nicht Gefahr, selbst abzusaufen.

Zu den Essentials gehört natürlich auch der ganze Kleinkram drum herum. Für mich sind das in diesem Fall ultra warme Handschuhe speziell für Fotografen und dazu passende Handwärmer, um auch bei Minusgraden noch gut arbeiten zu können. Es gibt ja kaum etwas Schlimmeres als schmerzende Finger beim Fotografieren. Stellt euch vor ihr seid an einem TOP Spot und seid dafür einige hundert, wenn nicht sogar tausende Kilometer angereist, das Licht am Himmel ist unfassbar schön – aber ihr könnt das Objektiv nicht wechseln oder den Akku nicht tauschen, weil die Finger kurz vorm Abfallen sind. DAS geht gar nicht! Außerdem immer mit dabei: Microfasertücher, um Linsen oder Filter von Schmutz zu befreien und eine Isomatte, um sich entspannt und ehrwürdig vor dem Motiv hinknien zu können ohne, dass danach die Knie nass oder dreckig sind.“

 

Ersatzakkus, Laptop und die externe Festplatte, was sonst?

„Ebenfalls überlebenswichtig für lange Fototrips sind ausreichend viele Ersatzakkus für die Kamera, um mindestens zwei Tage ohne Strom überbrücken zu können. Eine Powerbank, um das Handy und die Stirnlampe zu betanken oder im Notfall vielleicht sogar den Kameraakku aufzuladen.

Neben dem Notebook darf die externe Festplatte zur doppelten Sicherung der Daten selbstverständlich auch nicht fehlen. Mein Modell ist extrem robust und soll dank des „Bumpers“ Stürze aus über einem Meter standhalten, bis zu einer Tonne Belastung aushalten und regenfest sein. Das beruhigt das Gewissen – einfach toll!
Auf dieser Festplatte habe ich mein komplettes Bildarchiv geklont, damit ich auch unterwegs, wenn es schnell gehen muss, Daten ausliefern kann. Auf dem Weg zum Flughafen ist die Platte noch im Rucksack, kurz bevor ich in den Flieger steige, kommt sie aber an den Mann – sicher ist sicher.

Diverse Verbindungskabel zum Datenübertragen sind ebenfalls mit dabei, wie auch ein Regenschutz für Schmuddelwetter, der ganz unten im Bodenfach des Rucksacks Platz findet.

Ihr seht schon, neben all dem Kamera-Equipment schleppt man noch so einiges mehr mit sich herum. Einzeln sicherlich nicht schwer, aber in Summe macht sich jedes Teil bemerkbar, insbesondere, wenn man mit dem Fotorucksack am Flughafen steht und auf seinen Flieger wartet – apropos Flieger … ich muss jetzt los, zum Baikalsee – mit all den nützlichen und wertvollen Dingen in meinem Fotorucksack!

Es war mir eine Freude euch zu erzählen was ich alles in meinem Rucksack mit mir trage und womit ich glücklich und zufrieden arbeiten kann.

Herzliche Grüße,
Euer Christian

https://www.instagram.com/christianringerphotography/

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