Lofoten Reise – Kirstin

Lofoten im Winter, so der Plan.

Für mich war’s ne Tour mit absoluter Entschleunigung. Mit dem großen Flieger gings von Frankfurt nach Oslo. Nachdem der Streß mit dem erneuten Check-in vorbei war, nächster Abflug auf die Lofoten am absoluten Ende vom Flughafen, eine kleine Halle, fast keine Leute da. Die die kommen, lassen ihr Gepäck einfach stehen, wenn sie auf’s WC gehen. Die nächste Maschine zwar ordentlich laut, dafür langsamer und nicht so hoch fliegend, wie die großen Flieger. Gepäckabholung am Ziel, auch ne Erfahrung. Gang übers Flugfeld vor malerischer Kulisse, durch ne kleine Tür durch und plötzlich stehen alle da und warten. Dann gibt’s das Gefühl von „Sesam öffne Dich“. Jeder nimmt sich sein Gepäck vom Wagen, Ausgang durch’s Fabriktor ….. plötzlich Blick auf die Berge auf fast freiem Feld. Los ging’s.

Fotoreise mit Christian Ringer. Seit fast 8 Jahren kennen wir uns und ich durfte so manche Tour zusammen mit ihm bereits erleben. Ich wusste also, was ich erwarten konnte. Insbesondere Naturgenuß, Zeit beim Fotografieren, ausgiebiges Ausnutzen von Lichtsituationen, genaues Arbeiten an der Kamera und insbesondere mit dem Histogramm in verschiedensten Licht- und Motivsituationen. Der langsame Genuss dieser Form der Fotografie bringt neue Ideen, Inspiration, Kreativität, Ordnung, Struktur und im Ergebis Fotos, die man sich gern selber immer wieder anschauen mag und auch Freunden und Fremden gerne zeigt. Winterreise auf die Lofoten, Ziel waren natürlich die GRÜNEN LICHTER. AAAAABER. Ich habe gelernt, offen bleiben für Neues, Erwartungen eher als Wünsche zu bezeichnen. Dann passiert so manches, mit dem man überhaupt nicht gerechnet hat.

WINTER. Und was für ein Winter. Teils minus 15 °C. Schnee war bei Ankunft schon da. Es sollte noch mehr werden, viiiiiiiiel mehr. Wir konnten teils bequem im Pulverschnee laufen, aber teilweise steckten wir auch bis zur Hüfte im Schnee. So manche Straße war nicht geräumt, teils fuhr man auf Eis, teils sah man kaum was wegen Schneefall oder Schneeräumung. Teilweise war kaum die Fahrbahn zu erkennen. Manchmal herrliche Strasse mit festgefahrenen Schnee, aber auch mal festgefahren und 6 Leute mussten rausschieben. Vielen Dank nochmal an den anderen Fototrupp. Der Schneefall kam ruhig und leise, mal in kräftigen dicken Flocken aber auch teils horizontal aus allen Richtungen, es gab alle Varianten. Windstärken von Stille bis Stativ ganz bodennah positionieren. Es gab Licht und Farbe, von WEISS über ROSA, APRICOT, ORANGE, HIMMELBLAU, DUNKELBLAU, TÜRKIS, GRÜN, GRAU bis hin zu SCHWARZ.

Winter auf Lofoten. Alle reden über LADY AURORA. Es gibt sie. Ja. Aber es gibt auch noch so viel mehr. Und DAS hat mich mehr als überrascht.
Wir durften als Kleinstgruppe viele Vorteile erleben wie intensive Schulung an der Kamera vor Ort im und am Motiv, spontane Planänderungen je nach Wetter realisieren, Wünsche äußern und gemeinsam über das Naturwunder LOFOTEN staunen.

Eine Fotofreundin schrieb so treffend, „das Lofoten- Gefühl auftanken und mit nach Hause nehmen“. Und DAS konnte ich im Überfluß.

LG Kirstin