Lofoten Reise – Katrin

Wie beginnt man, einen Bericht über eine Fotoreise auf die Lofoten zu schreiben? Ich bin weder Autorin noch Journalistin. Nun, das Thema Wetter passt eigentlich immer als Einstieg und ich finde daher, dass es bei 36 Grad Außentemperatur genau die richtige Beschäftigung ist, die Reise in den hohen Norden Revue passieren zu lassen. Zumindest eine gedankliche Abkühlung ist damit garantiert. Die Tour auf die Lofoten im Februar/März 2018 war meine erste organisierte Fotoreise. Ich liebe Skandinavien und Landschaftsfotografie, also war es abzusehen, dass ich irgendwann beides kombiniere und das war definitiv die richtige Entscheidung. Die Reise erfüllte alles, was ich mir erwartet habe, insbesondere viel Zeit zum Fotografieren an den einzelnen Orten. Was waren meine Erwartungen? Schöne Momente an tollen Orten zu erleben und diese in Bildern bestmöglich festzuhalten und dabei Spaß zu haben. Im Idealfall sollten natürlich Fotos von Polarlichtern dabei sein, wenn Lady Aurora mitspielt. Schon die Informationen im Vorfeld der Reise zur Ausrüstung – nicht nur die fotografische, sondern auch Kleidung etc. – waren sehr hilfreich. Ich selbst war zwar schon vorher im Januar in Skandinavien gewesen und fotografiere auch zuhause im Winter und weiß, wie schnell es extrem kalt werden kann, wenn man die meiste Zeit steht – und das tut man beim Fotografieren in der Regel. Trotzdem waren in der Packliste Dinge, an die ich definitiv nicht gedacht hätte. Und spätestens mit Erhalt der Packliste und sonstigen Tipps wird klar, dass dieser Urlaub nicht der Erholung dient, jedenfalls nicht im klassischen Sinne. Ich fand ihn trotzdem entspannend, da ich einfach mal abschalten konnte. Auch an der Reise selbst gibt es nichts zu meckern. Der Tag hat immer mit einem super Frühstück im Hotel begonnen und danach fuhr Christian uns zig Kilometer kreuz und quer über die Lofoten, um an die jeweiligen Locations zu gelangen, so dass man auch sehr viel von der Gegend gesehen hat. Der Halt an der Tankstelle um Zimtschnecken und Kaffee zu besorgen war da soweit möglich immer eingeplant, zur Freude der Teilnehmer. Die Zimtschnecken waren lecker, der Kaffee teilweise dringend nötig ? Es war immer genügend Zeit für alle, die Fotos so aufzunehmen, wie man es sich gewünscht hat und Christian gab dabei wertvolle Tipps. Ich kenne meine Kamera halbwegs und wage mal zu behaupten, dass ich meistens meine Aufnahmen so hinbekomme, wie ich es mir vorstelle, wenn die äußeren Umstände mitmachen. Bei Polarlichtern wäre ich allerdings völlig auf dem Holzweg gewesen, was die Einstellungen an der Kamera angeht. Ohne Christians Hinweise wären diese Fotos mit Sicherheit nicht so gelungen. Es gab Locations, an denen man sich nach Lust und Laune ausbreiten konnte, weil es einfach überall Motive gab, an anderen Plätzen, an welchen die Motivauswahl etwas schwerer fiel, wusste Christian wiederum genau, wo die beste Perspektive war, um gute Fotos zu machen. Nach meinem Geschmack eine gelungene Mischung. Wir waren mit 5 Leuten eine kleine Gruppe, daher war immer genügend Zeit, auf jeden einzelnen Teilnehmer einzugehen, keiner ist zu kurz gekommen. Auch Lady Aurora war gnädig, zeigte sich von ihrer besten Seite und lieferte an 3 Abenden eine unglaubliche Lichtshow ab. Man steht mit offenem Mund da und staunt. Ich habe meinen Plan durchgezogen und mich am letzten Abend zeitweise auf den Rücken in den Schnee gelegt und einfach das Schauspiel am Himmel genossen, ohne den Auslöser an der Kamera zu drücken. Ich werde diesen Urlaub so schnell nicht wieder vergessen. Zum einen natürlich wegen der Fotos, zum anderen aber auch einfach wegen der tollen Momente, die man auf dieser Reise erlebt hat und die im Gedächtnis bleiben. Ein ganz großes Dankeschön dafür!