Fujinon Nano GI XF 8-16 2.8 Monster Glass

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Monster Glass Fujinon Nano GI XF 8-16 2.8

Um es gleich einmal vorweg zu nehmen – es war mir eine große Freude, das Fujinon 8-16mm 2.8 ausgiebig auf Herz und Nieren probieren zu dürfen! Vielen Dank! Lange habe ich darauf gewartet – und mit mir warten bestimmt auch schon ganz viele auf das neue Monster Glass von Fujifilm, auf das 8-16 2.8 welches für mich als Landschaftsfotograf eine wahnsinnig wichtige Linse ist. Um es besser zu sagen – es ist DIE Linse überhaupt.
Der Brennweitenbereich von 8 bis 16 Millimeter deckt für meinen Geschmack sehr viel ab und ist somit ein richtiges Superweitwinkel Objektiv. Es ermöglicht Aufnahmen, die einem die Kinnlade nach unten knallen lassen. Ich war mit der Optik zu den verschiedensten Zeiten draußen, in der Natur unterwegs. Zum Sonnenaufgang, Nachts, zum Sonnenuntergang, zum Ende eines Gewitters oder aber auch mitten in einer Schlucht durch die das Wasser rauscht. An jedem Ort und bei jeder Situation war es mir eine Freude die H1 und das 8-16er in die Hand zu nehmen und auf das Stativ zu montieren.
Mein erster Fotospot war ein trockengelegter See zum Sonnenaufgang – alleine die Location selbst fasziniert einen schon sehr. An diesem Ort war ich ehrlich gesagt gleich mal so etwas von geflashed als ich die ersten Bilder mit dem neuen Objektiv gemacht habe. Ich habe die Linse direkt in Richtung Sonne ausgerichtet und hatte keinerlei Probleme mit Blendflecken oder Flaires – ich war aber erst so richtig baff als ich die Sonnensterne gesehen habe, die dieses Objektiv macht. Der Wahnsinn! Von mir gab es bisher eigentlich kaum Fotos mit Sonnensternen, das wird sich aber in Zukunft ändern. Ab sofort wird es diese öfter geben. Es macht richtig Spaß mit dem Objektiv so richtig in die Sonne rein zu halten, weil man genau weiß was am Ende dabei raus kommt. Genau DAS liebe ich an meinem Werkzeug, damit meine ich die Kamera und das Objektiv – ich kann völlig sorgenfrei raus und fotografieren, weil ich mich auf mein Equipment verlassen kann und genau das tut was soll. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, denn das hält mir den Rücken frei um in meine Art der Landschaftsfotografie abzutauchen. Um mich herum wird alles ausgeblendet sodass ich mich wunderbar konzentrieren kann.
Der einzige kleine Haken oder besser gesagt, dass Handicap das ich hatte war das ich keine Grauverlauffilter nutzen konnte. Zum einen gibt es noch keinen Filterhalter dafür und zum anderen benötigt man sofern ein Filterhalter verfügbar ist die großen 150x150mm Steckfilter. Dieses Setup reißt dann wieder ein kleines Loch in die Finanzen.
Mein Wunsch und die wohl beste Lösung hierfür wäre ein Kamera internes HDR im RAW Format! Es wäre ein Traum wenn man die Belichtungsstufen und Anzahl der Aufnahmen selbst festlegen könnte.
Nach dem ersten Sonnenaufgang mit der neuen Linse ging es gleich noch weiter nach Italien, in die Dolomiten. Dort verbrachte ich noch zwei weitere Nächte in/auf den Bergen, was natürlich auch wieder mit einem kleinen Abenteuer verbunden war. Verwöhnt von der ersten Nacht im Zelt, musste ich für die zweite Nacht in einer Liftstation nach Unterschlupf suchen da ich mitten in einem Gewitter war. Es hagelte, blitze und donnerte dass einem echt anders wurde. Wie man sieht ging alles gut, aber anstrengend war es im Nachhinein schon irgendwie. Auf dem Rückweg Richtung Heimat habe ich dann nich einen kleinen Schlenker gemacht weil ich mit den 8mm unbedingt noch in eine Schlucht wollte, welche ich schon ein paar mal besucht hatte. Aber eben nicht mit 8mm! Dank des Bildstabis der H1 waren dann auch Aufnahmen ohne Stativ, ganz knapp über der Wasseroberfläche möglich. So stand ich da mit meiner Watthose und hatte jede Menge Spaß beim Fotografieren.
Bei meinen hier gefertigten und gezeigten Aufnahmen handelt es sich zu 85% um Bilder die aus einer Belichtungsreihe mit 4-5 Einzelbildern, im Abstand von 1 1/3 Stufen als HDR in Lightroom zusammengefügt wurden. Mir persönlich macht das nichts aus und es stört mich auch nicht, dass ich den Kontrastumfang auf diese Art und Weise bändigen musste. Was zählt ist, was am Ende dabei raus kommt – und das ist TOP! Aber, so ein fertiges HDR RAW wäre schon eine Klasse für sich, die ich ganz klar bevorzugen würde, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte. Warum? Weil ich das fertige Bild dann gleich am Display sehe. So sehe ich eben nur ca.2 Bilder die zu 90% ans Endergebnis ran kommen. Zum Objektiv selbst, diese Fujinon 8-16mm XF Linse ist absolut wertig verarbeitet. Sie fühlt sich super gut an, wenn man sie in den Händen hält und damit arbeitet. Wie ein Juwel! Es ist ein wahrer Genuss, am Zoom- oder Fokusring zu drehen – das geht so butterweich / geschmeidig. Auch das Stellen der Blende über den Blendenring am Objektiv ist wieder einmal perfekt! Eine Prime Lens sozusagen!
Wo wir gerade schon bei der Blende sind, nicht zu vergessen – wir haben hier eine Blendenöffnung von 2.8!!! Das heißt, dass wir mit unserem Superweitwinkel Zoom eine durchgängige Lichtstärke von 2.8 haben. Somit ist es auch möglich den nächtlichen Sternenhimmel, die Milchstraße oder das Polarlicht extrem gut zu fotografieren.
Ich habe in den Dolomiten eine Nacht am Sorapis See verbracht um dort den Sternenhimmel mit auf das Bild zu bringen – was soll ich sagen, es war toll! Endlich mit einem Superweitwinkel nachts fotografieren! Da freue ich mich schon richtig auf die kommende Polarlichtsaison.
Wie man merkt – ich bin hellauf begeistert von diesem Objektiv! Alles was ich gesehen habe hat mich überzeugt, die Bildqualität ist vom feinsten und ihr könnt mir glauben – ich schaue pingelichst genau auf meinem 27“ Monitor. Die Handhabung ist traumhaft, alles sitzt und läuft perfekt – genau SO wie man sich ein Objektiv wünscht und vorstellt. Dass das 8-16 2.8 XF Glas auch das Prädikat Water Resistant hat wollte ich auch noch einmal erwähnt haben!

Mein Fazit zum Fujinon Nano GI XF 8-16 2.8 – ich liebe es!

Herzliche Grüße, Christian Ringer

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